Parkinson und ich. Schüttelreime

Vor dem Versgericht. Reime
machen liegt mir nicht. Unbedacht nach Wörtern suchend, hab ich so viel schon falsch gemacht. Ach Dichtergott, verzeih mein Fluchen. Schon wieder packe ich es nicht. Verdorben ist das Versgedicht.

 

 

Das Outfit elegant und Ton in Ton,
so komme ich daher, mit Hut und Parkinson.

 

Dem Jugendwahn ein Contra, voller Hohn:
Bleib mir vom faltgen Hals. Mir und Herrn Parkinson.

 

Mind the Gap beim Ausstieg an der Bahnstation.

Ich bin die Vorsicht selbst. Dank Parkinson.

 

Sie wollen meine Leistung für diesen Hungerlohn?

Ich arbeite für zwei, für mich und Parkinson.

 

Ich schrei ’s nicht aus dem Fenster, brüll ’s nicht ins Telefon:

Wie scheiße ist der Alltag wegen Parkinson.

 

Im Gegenteil, ich lache, erzähle nichts davon,

wie sehr er mich im Griff hat, Genosse Parkinson.

 

Ich glaube nicht an Gott. Nicht an den Geist. Nicht einmal an den Sohn.

Mein Credo steht im Beipackzettel der Pillen gegen Parkinson.

 

Mein Laden läuft, und wie: Das ist die Sensation.

Mit Schreiben und mit Schreinern bekämpf’ ich Parkinson.

 

Am Ende siegt die Krankheit. Doch heute nicht, nicht Morgen.

Darüber grübeln? Spar ich mir. Ich habe schönere Sorgen.